<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title><![CDATA[Hauptsache draußen]]></title><description><![CDATA[Ein Tourenbuch. Oder so.]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/</link><image><url>https://berge.christianpfanner.at/favicon.png</url><title>Hauptsache draußen</title><link>https://berge.christianpfanner.at/</link></image><generator>Ghost 2.22</generator><lastBuildDate>Thu, 16 Apr 2026 23:32:25 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://berge.christianpfanner.at/rss/" rel="self" type="application/rss+xml"/><ttl>60</ttl><item><title><![CDATA[Eingehende Bewanderung der Wildschönau]]></title><description><![CDATA[<blockquote>Der Begriff der <strong>Eingehtour </strong>bezeichnet gemeinhin die erste Tour einer Saison. Dies betrifft sowohl Sommer- als auch Wintersaison. Es wird eine eher überschaubare Tour von nicht all zu ausufernder Länge ins Auge gefasst, um sich wieder ans Gerät zu gewöhnen. Platziert werden kann eine solche jeweils zu Beginn der Wintersaison</blockquote>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/wildschoenau/</link><guid isPermaLink="false">5cdfaf10e2ed7516a09fb273</guid><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Fri, 17 May 2019 21:28:00 GMT</pubDate><media:content url="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/07/20190517_155521-1.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<blockquote>Der Begriff der <strong>Eingehtour </strong>bezeichnet gemeinhin die erste Tour einer Saison. Dies betrifft sowohl Sommer- als auch Wintersaison. Es wird eine eher überschaubare Tour von nicht all zu ausufernder Länge ins Auge gefasst, um sich wieder ans Gerät zu gewöhnen. Platziert werden kann eine solche jeweils zu Beginn der Wintersaison sobald der erste Schnee liegt oder am Ende derselben, wenn ebenjener wieder Großteils verschwunden ist.</blockquote><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/07/20190517_155521-1.jpg" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><p>Ausgangspunkt war diesmal Wörgl. Auch wenn wir Tags zuvor zunächst noch einen frühen Start vereinbart hatten ("wenns hell wird"), den dann mal auf "halb 7 aufstehen" verschoben hatten (das Wetter war ja voraussichtlich den ganzen Tag super und schließlich war das Urlaub), verzögerte sich das ganze dann noch mal ein wenig und so schafften wir es dann um 8 endlich zu starten. Etwas spät, aber gut gestärkt, hat ja auch was für sich.</p><p>Wir planen gleich ein erstes mal um und wählen den direkten Weg über den Eisstein, um nach Oberau zu gelangen. Halb oben stellen wir bei einem kurzen Blick auf die (digitale) Karte fest, dass wir nicht unbedingt dem Forstweg folgen müssen, sondern grad hoch auch ein Weg geht - und dahin ein anderer quer zum Hang. Dieser wird zwar immer schmaler, führt aber dann doch zur erhofften Abzweigung. Der Weg auf's Eiseck folgt dann so ziemlich der idealen Linie und ist wirklich schön zu gehen. Wir nehmen's gemütlich, machen aber dank des recht steilen Weges gut Höhe. Am Eisstein dann machen wir mal kurz Pause. Kurz trinken und eine Banane, dann noch ein paar Bilder. Die Aussicht gibt schon was her.</p><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/05/aussicht_eiseck.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Eisstein-Panorama</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><p>Das Sonnberger Jöchl lassen wir links liegen (wir haben ja noch einiges vor uns) und nehmen den Weg nach Oberau. Bei Oberau geht es ein Stück der Hauptstraße entlang, bald halten wir uns aber wieder an den rechten Hang und folgen dem Weg über den Ortsteil Straß. Kurz bewundern wir zuerst die schönen alten und später die recht imposanten modernen Gebäude, dann geht es auf einem schmalen Viehweg wieder runter. Irgendwie müssen wir das Tal von uns queren, also trennen wir uns von ein paar Höhenmetern. Mittlerweile ist es Mittag, etwas Essen wäre nicht schlecht. Auf einer kleinen Ebene im Wald widmen wir uns dem Inhalt unserer Rucksäcke. Gleich darunter ist die Straße wieder zu sehen, wir nehmen den direkten Weg durch den etwas steilen Wald.</p><blockquote>Erfahrenere Alpinisten allerdings mutmaßen, dass die Namensgebung weit mehr mit dem unter Berggängern im Sinne einer konditionellen Grenzerfahrung verwendeten Begriff des "eingehens" zu verörtern ist. Die Motivation zu Saisonsbeginn ist naturgemäß recht hoch. Beim Gefühl für die tatsächliche eigene Fitness ist dem nicht zwingend so.</blockquote><p>Schließlich erreichen wir etwas unterhalb von Mühltal den Talboden. Wir erfreuen uns kurz an der Kreativität in Bezug auf automatisch schließende Gatter:</p><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/05/tuerschlie-er_kippstange.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Kippstangen-Upcycling für Tore</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><p>Dann aber heißt es wieder hinauf. Wir gehen über den Hörbighof Richtung Thierbach, die Wege sind schön und wir haben offenbar die ganze Region fast für uns allein. Bis auf die Strecke durch Oberbach treffen wir fast keine anderen Menschen. Nach dem Hörbighof folgen wir dem Kogelweg - eine gemütliche Runde mit einigen Schautafeln und anderen netten Details vom Bienenschauhaus über eine Bank mit Drachenkopf bis zur Waldhütte. </p><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/05/drachenbank.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Drachenbank</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><p>Wir halten uns aber nicht lange damit auf und so gelangen wir schließlich nach Thierbach.</p><blockquote>Man <strong>geht </strong>bei diesen Touren auch gewisse Unwägbarkeiten <strong>ein</strong>. Zu Winterbeginn ist immer wieder spannend wie viel Schnee schon liegt und wie viel der Bodenbeschaffenheit somit noch miterlebt werden kann. Im Frühjahr dagegen eben diese Substanz schattseitig und in diversen Gräben und Mulden durchaus noch für Überraschungen sorgen.</blockquote><p>Auch Thierbach ist ein schönes Örtchen, der Blick in den Hintergrund offenbar aber dass wir unsere Planung wohl etwas umgestalten sollten: die Grätelspitze präsentiert sich noch ziemlich schneebedeckt weiß.</p><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/05/thierbach_graetelspitze.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Thierbach mit Grätelspitze</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><p>Zudem erkennen wir dass wir wohl erst noch ein Stück runter müssen. Wir folgen der Asphaltstraße und sind bald in Hinterthierbach. Wir passieren den Klinglerhof. Kaffee und Kuchen? Wir sind uns schnell einig - so viel Zeit muss sein - leider aber stehen wir vor verschlossenen Türen. Dann halt nicht, es geht wieder bergauf zum Hösljoch. Der Weg ist recht komfortabel, aber langsam zehren die letzen Stunden an unseren Kräften. Wir halten kurz inne, trinken was und essen noch einen Riegel. </p><p>Danach sind wir wieder recht motiviert - so motiviert dass wir schnurstracks in eine Sackgasse laufen. War wohl doch nur ein Erschließungsweg. Laut Karte gibt es etwa 50 Höhenmeter weiter oben einen zweiten solchen und wir steigen durch den steilen Wald auf wo wir eben diesen zum Glück auch finden. Dieser gabelt sich, wir nehmen natürlich den oberen, die Lücke auf der Karte ist vermutlich ein Fehler und wir werden ja keine wertvollen Höhenmeter verschenken! Ein paar Minuten später kommen uns doch kurz Zweifel an der Genialität unserer Wegfindung, links geht es richtig steil hinunter, dort unten ist Schnee und Fußspuren. Rechts geht es steil nach oben und die Flanke Richtung Pass schaut eher abenteuerlich aus. Diesmal haben wir aber Glück, etwas weiter oben ist ein alter Fußweg, der sehr schön durch den steilen Wald bis fast zum Übergang führt. Noch ein Stück durch den Schnee und wir erreichen das durchaus idyllische Hauser Joch.</p><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/07/20190517_154641.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Der rettende Fußweg</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/07/20190517_155241.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Einiges an Schnee ist uns erspart geblieben.</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/07/20190517_155521.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Das Hauserjoch mit idyllischem Bergsee.</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><!--kg-card-begin: image--><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/07/20190517_155626.jpg" class="kg-image" alt="Eingehende Bewanderung der Wildschönau"><figcaption>Hauseralm?</figcaption></figure><!--kg-card-end: image--><p>Nach rechts ginge es jetzt zur Grätelspitze, deren Überschreitung wir ursprünglich auch noch anvisiert hatten. Müdigkeit, die fortgeschrittene Uhrzeit sowie doch auch etwas Vernunft (dort droben hat's doch ordentlich Schnee) verhelfen uns dann aber doch zur Entscheidung den (abermals sehr schönen) Steinweg nach Alpbach zu nehmen. Die paar Kilometer nach Brixlegg schenken wir uns und nehmen den Bus. Von dort sind wir mit dem Zug in geradezu unverschämt kurzer Zeit wieder in Wörgl. Es war ein guter Tag.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Unsere Pläne waren ja wieder mal recht ambitioniert. Flaig schreibt für die Überschreitung von Hochlicht bis Braunarlspitze von der Göppinger Hütte und zurück von 7-9 Stunden für &quot;eine schnelle Zweierseilschaft&quot;. Rückblickend scheint es da doch etwas verwegen vom Tal zu starten und dafür gleich mal die Fortsetzung der</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/hochlicht-loeffelspitze-bei-winterlichen-verhaeltnissen/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e63f</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><category><![CDATA[Gratüberschreitung]]></category><category><![CDATA[Hochlicht]]></category><category><![CDATA[Löffelspitze]]></category><category><![CDATA[winterlich]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 06 Oct 2016 21:30:16 GMT</pubDate><media:content url="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/05/20161006_132018.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><img src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2019/05/20161006_132018.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen"><p>Unsere Pläne waren ja wieder mal recht ambitioniert. Flaig schreibt für die Überschreitung von Hochlicht bis Braunarlspitze von der Göppinger Hütte und zurück von 7-9 Stunden für &quot;eine schnelle Zweierseilschaft&quot;. Rückblickend scheint es da doch etwas verwegen vom Tal zu starten und dafür gleich mal die Fortsetzung der Tour bis zur Butzenspitze anzudenken. Nun, es kam eh alles anders.</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_064159.jpg"><img class="wp-image-413 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_064159-300x169.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="300" height="169"></a> kurze Tage bedingen einen Start in der Dunkelheit</p>
<p>Beim Start war noch alles bestens, wenn auch kalt. Wenn man aber lange Touren auf den 6. Oktober ansetzt, bleibt ein Start in der Dunkelheit unvermeidlich. Wir parkten in Zug, gehen an der Mautstelle vorbei taleinwärts und zweigten beim Markbach schon mal in den Wald ab. Das ersparte uns jetzt nicht all zu viel, etwas über dem Klöstner Älpele stießen wir dann bereits auf den Weg zur Göppinger Hütte. Mittlerweile dämmerte es, ein paar Hirsche röhrten noch, sehr idyllisch das alles. Am Hochlicht - unserm ersten Ziel für heute - schien schon die Sonne und es schaute recht einladend aus. Nach zwei Stunden waren wir bei der Göppinger Hütte angelangt, das Wetter war recht gut, die Temperaturen allerdings etwas bissig. Pause, Trinken, Essen. Nach kurzer Suche fanden wir auch den Weg auf das Hochlicht und ersteigen dieses über die Westflanke. Ein paar Schneereste ließen uns schon erahnen, dass die Unternehmung recht interessant werden könnte.</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_081725.jpg"><img class="wp-image-414 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_081725-300x169.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="300" height="169"></a> Morgensonne am Hochlicht</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/0-5.jpg"><img class="wp-image-412 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/0-5-225x300.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="225" height="300"></a> gleich nach den ersten paar Metern der erste Schnee</p>
<p>Auf dem Hochlicht hat sich an den Temperaturen nicht viel geändert, wir legen die Klettergurte an und nehmen gleich den Grat in Angriff. Der ist recht zerrissen wie wir gleich erkennen können und auch denkbar exponiert. Gleich am ersten Gratstück müssen wir leicht auf die Nordseite - Schnee. Wir seilen uns an. Erst mal geht es gut weiter, bis der nächste längere Abstieg folgt. Die Südseite ist jetzt extrem steil, was uns immer wieder in den Schnee drängt. Der ganze Schnee auf den Felsen macht das Gelände nicht unbedingt einfacher. In die nächste Scharte hinunter geht es recht steil und plattig, zudem schneebedeckt, nach einigem herumprobieren seilen wir ab. Sonderlich schnell sind wir nicht, denke ich mir.</p>
<p>Der Verdacht bestätigt sich bald. Ein Stück weit läuft es recht gut, dann beschließen wir wieder über die verschneite Nordseite ein Stück abzuseilen. Das geht flott, wir ziehen am Seil - nichts. Zu zweit auch keine Chance, schließlich klettert Andi noch mal hoch. Etwas weiter unten ist ein kleinerer Felskopf, das sollte besser gehen, er probiert noch mal, sollte passen. Als er wieder unten ist - das selbe Spiel. Selbst zu zweit keine Chance das Seil abzuziehen. Also nochmal, diesmal krabble ich hoch. Noch ein Stück weiter unten verspricht eine rundere Felsschuppe weniger Probleme zu machen. Ich seile wieder ab - diesmal klappt es und wir können endlich weiter. Immerhin ist uns mittlerweile warm.</p>
<p>Mittlerweile haben sich die Wolken verzogen und wenn wir nicht grad auf der Nordseite herumkrabbeln erwischen wir ein paar wohltuende Sonnenstrahlen. Andi geht ein Stück voraus, nochmal kurz abseilen (diesmal ohne weitere Zwischenfälle) und wir erreichen den letzten Aufschwung vor der Löffelspitze. Der Grat schaut zwar recht trocken und schneefrei aus, ist aber recht steil. Da wir den Weiterweg nicht einsehen können und vermuten dass wir da wieder Schnee haben, beschließen wir den ersten Aufschwung zu umgehen. Abseilen über die verschneiten Platten, zweimal 30 Meter, bald sind wir vorbei am Turm und stehen in der Rinne zur nächsten Gratscharte.</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_132018.jpg"><img class="wp-image-406 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_132018-300x169.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="300" height="169"></a> Abseilen im Schnee vor dem letzten Gratturm</p>
<p>Links sehen wir allerdings auch den weiteren Gratverlauf und liebäugeln mit einer Abkürzung. Das Höhenlinienorakel bringt uns aber nicht wirklich Gewissheit dass das gut gehen wird und so beschließen wir auf der geplanten Route zu bleiben und steigen zur Löffelspitze auf - zum Glück, später von oben wird klar dass die Querung kaum funktioniert hätte. Die letzten Meter zur Löffelspitze sind recht nette Kletterei, sogar der Fels ist größtenteils fest. Nicht immer allerdings, ich stehe grad unter Andi als sich sein Tritt löst. Zum Glück kann ich ausweichen und auch er kriegt keine gröberen Schwierigkeiten dadurch. Das war eh die letzte schwere Stelle und so sind wir - endlich - auf der Löffelspitze. Wir essen und trinken noch mal was. Mittag ist mittlerweile schon länger vorbei und die Stunden der Kletterei waren doch nicht ganz ohne. Langsam werden wir eh schauen wie wir vom Grat runterkommen aber im Moment ist der Weg Richtung Orgelscharte eh die einzige Möglichkeit.</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/0-2.jpg"><img class="wp-image-409 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/0-2-300x225.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="300" height="225"></a> in der Rinne zurück zum Grat - hier ist der Schnee recht hilfreich</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_140310.jpg"><img class="wp-image-407 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_140310-300x169.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="300" height="169"></a> nette Kaminkletterei kurz vor dem Gipfel der Löffelspitze</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/0-1.jpg"><img class="wp-image-408 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/0-1-225x300.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="225" height="300"></a> Der Kamin von oben</p>
<p>Der weitere Grat schaut auf den ersten Blick einfacher aus - die Ernüchterung folgt aber bald und nach 20 Metern kehre ich wieder um. Zurück auf den Westgrat schreibt Flaig - in Anbetracht der Verhältnisse werden wir wohl doch seiner Anregung folgen. Etwas weiter unten lässt sich die Stelle umgehen, rauf auf den nächsten kleinen Turm und das selbe Spiel von vorne. Der Fels ist hier eher abschüssig geschichtet, mit Schnee drauf macht das keinen Spaß. Links gehts ziemlich weit runter also müssen wir wohl eine Umgehung auf der Ostseite versuchen. Da hat's eh ein Band, Brüchigkeit, Abschüssigkeit und nicht zuletzt unsere doch allmählich zunehmende Müdigkeit lassen das allerdings recht spannend werden. Mit ein paar Zackenschlingen und Friends zur Beruhigung der Nerven geht es dann zwar langsam, aber doch recht unproblematisch.</p>
<p>Jetzt endlich geht es recht zügig weiter auf dem Grat, einmal verlaufen wir uns noch ein Stück und immer wieder bremst uns der Schnee, aber wir kommen gut voran. Schließlich scheint eine Flanke ins Schneetobel zu führen. Mittlerweile ist es fast 16 Uhr und wir sind uns einig, dass für diesmal genug ist, schließlich wollen wir noch bei Tageslicht halbwegs gute Wege erreichen. Ein bißchen zu Essen haben wir noch, so viel Zeit muss noch sein.</p>
<p>Der Abstieg geht recht gut, der Schnee ist in dem Gelände eh mehr Hilfe als Hindernis. Schließlich noch eine kurze Abfahrt im Schotter und ein gemütliches Hinausstolpern durchs Schneetobel - bald erreichen wir den Theodor-Praßler-Weg. Wir gehen zurück zur Göppinger Hütte. Ein Stück müssen wir noch aufsteigen, was uns nicht so recht passt, aber unseren Versuch eine Abkürzung zu machen müssen wir nach ein paar 100 Metern zähneknirschend aufgeben. Die Wegemacher hatten schon ihre Gründe, ein paar unangenehme Rinnen ziehen Richtung Zuger Tobel hinunter.</p>
<p><a href="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_081728.jpg"><img class="wp-image-405 size-medium" src="https://berge.christianpfanner.at/content/images/2016/10/20161006_081728-300x169.jpg" alt="Hochlicht - Löffelspitze bei winterlichen Verhältnissen" width="300" height="169"></a> nächstes Mal dann</p>
<p>Kurz vor der Göppinger Hütte sehen wir noch die letzten Sonnenstrahlen - auch die Hirsche melden sich bereits wieder. Mit etwas müden Beinen fragen wir uns wiederholt, ob das beim Aufstieg wirklich auch so weit war. Beim oberen Älpele ist es schon fast dunkel, aber der Weg ist hier breit genug dass uns das nicht mehr weiter stört. Nach 13 Stunden sind wir wieder beim Auto - der Tag war gut genützt.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Nachmittagsausflug auf die Kanisfluh]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Da der Urlaub langsam dem Ende zuging und die letzten beiden Tage eher mittelmäßiges Wetter angesagt war, wollte ich den Freitag Nachmittag doch noch nützen. Auf der Kanisfluh war ich schon lange nicht mehr und mit Bahnunterstützung sollte sich das ja ganz prächtig ausgehen. Gutes Timing ist alles - so</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/nachmittagsausflug-auf-die-kanisfluh/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e63e</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Fri, 19 Aug 2016 19:51:18 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Da der Urlaub langsam dem Ende zuging und die letzten beiden Tage eher mittelmäßiges Wetter angesagt war, wollte ich den Freitag Nachmittag doch noch nützen. Auf der Kanisfluh war ich schon lange nicht mehr und mit Bahnunterstützung sollte sich das ja ganz prächtig ausgehen. Gutes Timing ist alles - so knapp erwischte ich den Bus noch und etwas nach 14 Uhr spuckte mich schließlich die Bahn an der Rosstelle aus.</p>
<p>Ich hatte das Gepäck bewusst leicht gehalten und schlug eine recht flotte Gangart ein - schließlich wollte ich noch bis nach Au und ein paar Höhenmeter im Aufstieg waren es dann doch noch.</p>
<p>Es ist so einiges los auf den wegen - ein schöner Sommertag und Freitag Nachmittag noch dazu. Vorbei an der Alpe Kanis komme ich gut voran, bald bin ich auf dem Fußweg Richtung Kanisfluh. Nach etwa fünfviertel Stunden erreiche ich den Sattel - lege über den Rücken zum Hauptgipfel aber jetzt doch eine etwas gemütlichere Gangart ein, auf sonderlich viel Training kann ich heuer nicht bauen. Weit ist es eh nicht mehr und es zeigt sich dass die späte Stunde doch ihre Vorteile hat - am Gipfel bin ich fast allein.</p>
<p>Ich esse und trinke ein wenig, um 16 Uhr gehe ich weiter den Grat entlang - es ist noch ein Stück bis nach Au. Die Schuhe schnüre ich noch ein wenig fester, aber stelle schon fest dass das nicht ganz ideal ist. Sie sind etwas groß - gerade runter ist das ein Vorteil, beim Klettern oder im weglosen Gelände (davon kommt noch einiges) fehlt aber der Seitenhalt. Naja.</p>
<p>Beim Abstieg von der Holenke stocke ich kurz, das ganze ist etwas steiler als ich es in Erinnerung habe und die Exponiertheit bin ich auch nicht mehr so recht gewohnt. Aber die Gelegenheit habe ich jetzt, den Grat entlang komme ich gut voran und bin bald beim Runden Kopf. Aus der Nähe schaut der schon wieder deutlich besteigbarer aus, ich klettere die paar Meter gerade hoch, hinten geht's eh problemlos runter.</p>
<p>Den felsigen Zacken danach lasse ich links liegen, auch wenn ich neugierig bin was für ein Kreuz das ist. Da ich aber allein unterwegs bin spare ich mir das Experiment. Bald bin ich auf dem Sonnenspitz, trinke noch den letzten Schluck und bin froh dass es jetzt nur noch runter geht. Allerdings nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt habe - nach ein paar Schritten höre ich ein mittelmäßig freundliches Rufen. Ein paar Jäger deuten mir ich solle hinter dem Felsriegel Richtung Feuersteinvorsäß absteigen. Ich ärgere mich zwar kurz (mehr über den Tonfall, wo ich absteige ist nicht so tragisch), aber zum streiten hab ich auch keine Lust. Von weiter unten sehe ich ein paar Steinböcke am Grat, denen ich ungewollt einen Gefallen getan hätte zum Unmut der Jagdgesellschaft.</p>
<p>Egal, ein neuer Weg ist ja nichts schlechtes. Einzig störend daran ist dass ich nicht genau weiß wo die Felsriegel liegen - dass es nicht sonderlich problematisch ist kann ich von oben nicht eindeutig erkennen. Ich entscheide mich für die sicherere Variante und quere ein Stück zurück. Im steilen Gras ist gut Absteigen, nur die Schuhe sind hier sicher nicht ideal. Nach einem Ausrutscher stelle ich fest dass es auf dem Hosenboden fast am besten geht, bald bin ich unten wo das Gelände flacher wird. Allerdings ist auch der Bewuchs höher, es ist eine Weile recht mühsam und dazu sticht mich auch noch ein Insekt. Schließlich bin ich dann doch auf der Straße und bald beim Vorsäß wo ich meine Schuhe leere und die Wasserflasche fülle.</p>
<p>Jetzt kann ich recht komfortabel dem Weg nach Ahornen folgen und weiter nach Au. Die letzte dreiviertel Stunde renne ich mehr oder weniger - ich werde abgeholt und will meine Frau nicht länger als nötig warten lassen. Es geht eh recht gut, müde aber zufrieden steige ich nach intensiven 4:15 ins Auto ein.</p>
<p>Den folgenden mehrtägigen Muskelkater kann ich in diesem Ausmaß jetzt noch nicht erahnen... - das ist aber nicht direkt verwunderlich und war's eh wert. Es folgen einige Tage der Regeneration.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Immer weitergehen]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Da der Herbst sich nach wie vor von der besten Seite zeigte, fand ich es angebracht einen Tag Urlaub für eine Wanderung zu investieren. Startpunkt ganz klassisch vor der Haustüre, dann ähnlich klassisch auf den Hausberg, dann mal schauen. Der Start verzögerte sich zwar schon ein wenig, da ich den</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/immer-weitergehen/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e63d</guid><category><![CDATA[Bregenzerwald]]></category><category><![CDATA[Niedere]]></category><category><![CDATA[Schönebach]]></category><category><![CDATA[Sienspitze]]></category><category><![CDATA[Wandern]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 12 Nov 2015 17:38:10 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Da der Herbst sich nach wie vor von der besten Seite zeigte, fand ich es angebracht einen Tag Urlaub für eine Wanderung zu investieren. Startpunkt ganz klassisch vor der Haustüre, dann ähnlich klassisch auf den Hausberg, dann mal schauen. Der Start verzögerte sich zwar schon ein wenig, da ich den Wecker überhörte, kurz nach 5 war ich dann aber doch unterwegs. Die Temperatur war gut (also kühl), die Lichtverhältnisse weniger. Das vorige Mal hatte ich zumindest noch einen halben Mond zur Verfügung, diesmal ist Neumond. Immerhin habe ich dazugelernt und eine Stirnlampe eingepackt, die im Schwende-Wald gute Dienste leistet.<!--more--> Danach fängt es eh schon an zu Tagen. Mein Hals ist nicht so recht fit und allgemein fühlt sich das alles etwas mühsam an. Nach kurzem inneren Disput beschließe ich aber erst mal weiter zu gehen.</p>
<p>Als ich dann die Schistraße erreiche beschließe ich gleich bis zum Älpele weiterzugehen und dann mal auf die Uhr zu schauen. Gefühlt ist es schon recht spät - tatsächlich war ich dann doch etwas schneller als vermutet. Dadurch motiviert entscheide ich mich nun doch für die direkte Linie Richtung Leo - vielleicht ist schon jemand wach, ein Tee würde meinem Hals etwas Linderung verschaffen. Im Rucksack finde ich noch Isländisch-Moos-Pastillen, das hilft auch ein bißchen. Es ist eh schon besser. Pfefferminztee mit Zucker, denke ich mir. Hunger habe ich auch ein wenig.</p>
<p>[gallery ids=&quot;358,360,361,362,364,367&quot;]</p>
<p><em>Mir fällt wieder mal eine Tour vor einigen Jahren ein. Badile Nordkante. Eine schnelle Begehung im Sturm. Leider nicht ganz folgenlos, am nächsten Tag wartete ein etwas schmerzhafter Rückweg mit leichten Erfrierungen an den Zehen auf uns. Irgendwann waren wir dann doch wieder im Tal und konnten zum Glück das Personal des einzigen noch geöffneten Hotels überzeugen dass es uns ein dringendes Anliegen wäre doch noch etwas zu Essen zu kriegen. Der Koch hatte ein Einsehen und so kriegten wir für unsere letzten Franken noch ein Rindgulasch und mit Käse überbackene Polenta. Letzteres mochte ich übrigens bis zu jenem Tag eher weniger, seither sehr. Bei der anschließenden Heimreise (unsere Westalpen-Ziele waren mit unseren Füßen jetzt erst mal wieder zu den Akten gelegt) waren die Stutz dann endgültig aus, bei der Heidiland-Raststätte wollte ich um die verbliebenen 50 Rappen noch zwei Schnitten Brot erstehen, die uns die nette Kassierin dann schenkte. Ich vermute mal ich sah ein wenig fertig aus.</em></p>
<p>Im Berggasthof Niedere regt sich noch nichts, also dränge ich meine Tee-Gulasch-Polenta-Phantasien wieder zurück und ging auch gleich weiter. Erst als ich den Niedere-Grat hinter den Häfen erreiche, mache ich kurz Rast. Trinken, eine Banane, ein Müsliriegel. Mittlerweile ist auch die Sonne da. Ich freue mich - wir werden einen schönen Tag zusammen haben, denke ich mir. Der hohe Ifen ist mittlerweile auch ins Blickfeld gerückt. Grob überschlage ich ob sich das heut noch ausgehen würde - eher nicht, wenn ich nicht im Dunkeln da oben herumirren möchte. Nach ein paar Minuten gehe ich wieder weiter. Zusammengekauert kann ich zwar den leichten Wind vermeiden, frisch ist es aber trotzdem. Vorbei an der Stongenalpe erreiche ich bald den Schreibersattel. Ich mustere kurz die Felsplatten an denen wir vor ein paar Wochen geklettert sind und wandere dann weiter übers Gesertobel nach Hinteregg.</p>
<p>Da ich die Idee auf den Ifen zu gehen mittlerweile eh bereits verworfen habe, steige ich zur Sienspitze auf. Dort war ich schon lange nicht mehr, außerdem müssten Jürgen und Pius von der Richtung kommen. Bald bin ich oben und mache mal eine erste richtige Pause. Salsiccia und Mandelriegel stellen sich als selten versuchte und dennoch überragende Jausenkombination heraus. Wasser habe ich dank einiger Brunnen auch noch genug. Ich warte noch ein wenig, da Jürgen und Pius aber nicht auftauchen beschließe ich ihnen entgegenzugehen. Sie wollenvom Hengstig ausgehend den Grat entlang raus, ich werde eh nach Schönebach weiterziehen.</p>
<p>Etwas verwundert stelle ich fest dass der Grat offenbar markiert ist, immer wieder finde ich Schleifen von Absperrband an einem Baum. Das hindert mich natürlich nicht daran, bei der nächsten kleinen Gratabzweigung gleich mal einen &quot;Verhauer&quot; zu machen - der Tiefblick einerseits und die Ansicht des weiterführenden Grates zu meiner Rechten andererseits aber machen mir den Fehler bald klar. Also noch mal ein Stück zurück und dann - jetzt wieder von den provisorischen Markierungen begleitet - weiter auf dem richtigen Grat. Die Schleifen stammen offenbar  von einer Grenzbegehung der Bezauer her. Immer ein gute Idee - die Markierung sollte aber wohl besser wieder weg. Abgesehen davon dass die Folienstreifen nicht all zu schnell verrotten werden und vermutlich für das Wild nicht ganz ideal sind kommen so eventuell noch andere auf die selbe Idee wie ich und folgen dem Grat. Was im oberen Bereich noch recht gut geht wird bald danach recht unwegsam.</p>
<p>Jetzt kommen mir auf einmal ein paar Hirschkühe entgegen, bald darauf treffe ich auf Jürgen und Pius. Wir unterhalten uns nur kurz, in beide Richtungen haben wir noch einiges vor uns. Weiter vorne wirds etwas felsig meint Jürgen, da muss ich rechts vorbei. Ja, kenn ich schon.</p>
<p><em>Das ist die legendäre Ein-Schi-Tritt-Stelle. Mit meinem Vater und Edgar war das vor so einigen Jahren eine recht originelle Schitour. Sibratsgfäll-Hengstig-Sienspitze-Luguntenkopf-Hählekopf-Bizau. Gleich zu Beginn mussten wir da auch an diesen Felsen vorbei, wir querten dann mit Hilfe einer recht schmalen (1 Schi breiten) schneegefüllten Spalte die Felsplatten im oberen Bereich. Zwischen 8 und 9 Stunden, davon vielleicht 30 Minuten Abfahrt. Viel Schnee, viel laufen, wenig Begegnungen. Ein Traumtag und das Abendessen in Bizau bei unserer Oma war mit dem mittlerweile entstandenen Hunger noch besser. Ich denke viel ans Essen heute, scheint mir.</em></p>
<p>[gallery ids=&quot;368,369,370,371,372,373,374&quot;]</p>
<p>Ich suche ein wenig herum, kann aber die fragliche Stelle nicht zweifelsfrei identifizieren. Vom wahrscheinlichsten Kandidaten mache ich ein Foto und gehe dann unten herum. Dahinter ist es recht steil, sind wir da wirklich raufgefellt? Offenbar, viele andere Varianten gibt es nicht. Danach wird es endlich flacher, ich bin froh, mein Knie macht ziemlich Probleme. Hätte wohl doch eine etwas kürzere Tour wählen sollen, denke ich mir. Bald bin ich aber auf dem Weg nach Schönenbach und verdränge den Gedanken wieder während ich mir überlege wie ich heimkomme. Dort angekommen stelle ich fest, dass zum einen die Gasthäuser zu sind (ob das &quot;heute Ruhetag&quot;-Schild beim Egender wirklich aufgrund des Donnerstags oder den ganzen Winter dort ist weiß ich noch immer nicht sicher) und zum anderen dass natürlich keine Busse fahren.</p>
<p>Na schön - ich hab eh noch eine Menge Znünar und irgendwie bin ich eh froh, ich hätte wohl den Bus genommen. Nach einer kurzen Pause nehme ich also die Straße Richtung Bizau. Bald bin ich im Schatten und gönne mir wieder Jacke und Mütze. Die Sonne ist zwar nur etwa 100 Meter weiter oben, aber hier ist die Straße eisig, merke ich bald. Mit etwas mehr Kleidung ist das aber eh ganz nett, Sonne hatte ich schon so einiges und wenig später auf dem Weg über die Langenalp sehe ich sie wieder.</p>
<p>Mittlerweile habe ich Jürgen mal angerufen. Sie sind beim Hähle, also müsste sich das ganz prächtig ausgehen wenn ich jetzt über die Hilkat zum See-Vorsäss gehe - denke ich jedenfalls. Kurz nach der Hilkat werde ich von oben beäugt - ein Esel genießt die Nachmittagssonne und ist sichtlich neugierig. Er ist nicht allein, hinter dem Rücken finden sich noch ein paar seiner Kollegen. Sonderlich beeindruckt scheinen sie nicht und interessieren sich mehr für das noch übrige Gras.</p>
<p>[gallery ids=&quot;375,376,377,378,379,380&quot;]</p>
<p>Kurz darauf am See-Vorsäss sehe ich nichts von den andern beiden und ziehe schon mal weiter. Der Grat Richtung Reuthe (den ich auch nur in der anderen Richtung kenne) zieht sich auch ein wenig und da es Mitte November ist, neigt sich die Sonne bereits langsam wieder dem Horizont zu. Auf dem Grat ist das vorankommen etwas mühsam, immer wieder sind kaum durchdringbare Aufforstungsinseln am Grat, ich bin jedenfalls froh dass ich mir das noch bei Tageslicht zu Gemüte führen kann. Jürgen und Pius melden sich, sie sind erst auf der Seefluh-Alpe, auf die werd ich nicht mehr warten.Als ich endlich zum Känzele komme, dämmert es bereits. Nach fast 11 Stunden überlege ich mir zwar noch kurz den Heimweg über die Bezegg, bin aber dann doch froh dass Beate bereit ist mich abzuholen. Sofort allerdings, sodass ich mir noch einen Schlusssprint vom Känzele bis zur Kirche in Reuthe gönne.</p>
<p>Die Sonne ist mittlerweile untergegangen. Es war ein guter Tag.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Winter is coming]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/09/ersterschnee2015.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-342" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/09/ersterschnee2015-225x300.jpg" alt="ersterschnee2015" width="225" height="300"></a></p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/winter-is-coming/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e63c</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Wed, 23 Sep 2015 08:27:54 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/09/ersterschnee2015.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-342" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/09/ersterschnee2015-225x300.jpg" alt="ersterschnee2015" width="225" height="300"></a></p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wie man Kletterer wird]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Nein, keine Anleitung - eine Buchrezension. In seinem Büchlein beschreibt Christoph Willumeit recht unterhaltsam Episoden aus seinem Werdegang zum Kletterer. Auch das ist keine Anleitung, wie er selber betont. Wer eine Beschreibung von Heldentaten im Stile Messners sucht, wird hier nicht fündig, dafür ist eine wohltuende Abwesenheit eines jeden Sendungsbewusstseins</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/wie-man-kletterer-wird/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e63b</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Wed, 16 Sep 2015 19:55:24 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Nein, keine Anleitung - eine Buchrezension. In seinem Büchlein beschreibt Christoph Willumeit recht unterhaltsam Episoden aus seinem Werdegang zum Kletterer. Auch das ist keine Anleitung, wie er selber betont. Wer eine Beschreibung von Heldentaten im Stile Messners sucht, wird hier nicht fündig, dafür ist eine wohltuende Abwesenheit eines jeden Sendungsbewusstseins zu spüren. Und so schlecht ist der nicht mehr ganz so junge Wilde nicht drauf, soweit muss man's erst mal bringen, sich &quot;im 7ten Dolomitengrad zu fürchten&quot;.<img class="alignright" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=393674078X&amp;Format=_SL110_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=brummbaerenre-21" alt="" border="0"></p>
<p>Keine ganz große Alpinliteratur (weder inhaltlich noch literarisch), aber unterhaltsame Anekdoten eines &quot;normalen&quot; Kletterers mit sarkastischem Unterton. Gerade recht für die unbelastende Lektüre dazwischen.</p>
<iframe style="width:120px;height:240px;" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" frameborder="0" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&OneJS=1&Operation=GetAdHtml&MarketPlace=DE&source=ac&ref=qf_sp_asin_til&ad_type=product_link&tracking_id=brummbaerenre-21&marketplace=amazon&region=DE&placement=393674078X&asins=393674078X&linkId=&show_border=true&link_opens_in_new_window=true">
</iframe><!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Botanische Kletterexkursion]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>oder aller guten Dinge sind 3.</p>
<p><strong>Tag 1</strong></p>
<p>Es hat ja eh lang gedauert. Da arbeite ich direkt neben einem Klettergarten (den ich noch dazu in Teilen mit eingerichtet habe) und brauche über ein Jahr bis ich nach der Arbeit mal hingehe. So geschehen vergangenen Dienstag. Beim Abseilen ahnte ich</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/botanische-kletterexkursion/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e639</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><category><![CDATA[Bregenzerwald]]></category><category><![CDATA[Egg]]></category><category><![CDATA[Fluhbrücke]]></category><category><![CDATA[Klettern]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 10 Sep 2015 19:30:58 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>oder aller guten Dinge sind 3.</p>
<p><strong>Tag 1</strong></p>
<p>Es hat ja eh lang gedauert. Da arbeite ich direkt neben einem Klettergarten (den ich noch dazu in Teilen mit eingerichtet habe) und brauche über ein Jahr bis ich nach der Arbeit mal hingehe. So geschehen vergangenen Dienstag. Beim Abseilen ahnte ich bereits, dass die linkeste Route - mit einer Schwierigkeit von  etwa 5 derzeit auch die einzige für mich interessante derzeit - die letzten Wochen bzw. Monate nicht all zu viele Begehungen erfahren hatte. Nun, das sollte sich hiermit ändern, ich seilte ab und hängte das Seil in die Route. Am Stand angekommen erfreute ich mich noch kurz daran, dass es nicht nass geworden war (zum Glück hatte ich noch ein paar Meter aufgenommen und abgeknüpft), dann machte ich mich ans Werk.</p>
<p>Die Verhältnisse waren frühlingshaft. Warm, Sonne im Rücken. Dreckig, verwachsen und eher brüchig. Der Bewuchs deutet allerdings eher auf mehr als ein paar Wochen Vernachlässigung hin. Hmpf.</p>
<p>Naja, ich arbeite mich hoch (klettern ist nur ein Teil dieser Tätigkeit, etwa 50% würde ich eher im gärtnerischen Bereich ansiedeln...) und bin bald ziemlich Humus-bedeckt. Immerhin, erstaunlich trocken. Da wieder ein wenig Schotter, hier etwas Sand und Dreck, ein paar Grasbüschel... - in einschlägiger Literatur habe ich zwar recht erheitert auch mal von Begehungen sogenannter &quot;Gärtnerrisse&quot; gelesen, in natura ist das aber wieder mal ein ziemlicher Krampf. Nebenbei erfreue ich mich aber doch an dem Geruch von wildem Thymian und als besonderes Highlight kurz vor dem Ausstieg eine Hagebutte. Riecht auch gut, ist aber ansonsten ziemlich im Weg. Sind die eigentlich geschützt? Egal, irgendwie ist mir der widerspenstige Busch hier eh recht sympathisch also sehe ich von Rodungstätigkeit ab.</p>
<p>Oben angekommen ist es eh schon wieder Zeit mich auf den Heimweg zu machen. Ich überlege mich ob das schon einen Wert hat mit der Route oder ob es vernünftiger wäre sie wieder abzubauen. Vorstieg kann ich in diesem Zustand nicht wirklich empfehlen.</p>
<p><strong>Tag 2</strong></p>
<p>Am Tag danach und im verklärten Rückblick war das ja eigentlich nicht ganz so schlimm. Also nochmal hin. Es ist besser. Mir fällt wieder mal auf dass das Putzen von unten her den Nachteil hat dass der Dreck dann eben weiter unten auf den Griffen liegt und man so ziemlich viele Durchgänge braucht, aber es ist besser. Diesmal klettere ich die Route immerhin wieder durch und deutlich lockerer. Weniger Dreck, die meisten Griffe scheinen wieder stabil zu sein. Gedenkminute - es gibt noch Hoffnung.</p>
<p><strong>Tag 3</strong></p>
<p>Wo wir schon mal dran sind... - der Wetterbericht auf Nachmittag ist nicht so gut, also bin ich diesmal schon nach dem Mittagessen da. Die Botanikerkante habe ich jetzt schnell abgehakt. Mittlerweile ist sie recht kletterbar und die Griffe weiß ich auch wieder wo suchen. Mit der Route hab ich mich also wieder versöhnt und sie fühlt sich verdächtig leicht an. Es ist also an der Zeit übermütig zu werden, also häng ich mich noch mal in die Verschneidung rechts davon. Konnte ich auch mal klettern.</p>
<p>Gleich am Einstieg dann die etwas ernüchternde Feststellung: zu schwach, zu schwer, das Verhältnis von Fingerkraft zu Masse ist alles andere als ideal. Ok, keine Überraschung. Nach ein paar Versuchen ereilt mich doch ein wenig Einsicht und ich überspringe die Einstiegsschlüsselstelle mittels Steigschlinge. Danach geht es eh wieder recht passable dahin. Der Fels ist hier steiler und deshalb sauberer. Der obere Quergang ist wunderbar ausgesetzt, macht richtig Spaß. Das wird nicht mein letzter Kurzbesuch sein.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der Klettergarten ist nach wie vor gut - aber er sollte mehr Besucher haben. Vor allem die leichte linke Route wächst recht schnell zu. Da sich die Schwierigkeit im Rest der Routen von 7 aufwärts bewegt, ist diese natürlich nur selten besucht. Auf der anderen Seite der Brücke ist auch noch ein Felsen ausgeholzt worden - niedriger zwar, aber auch sonnig. Den werde ich demnächst mal begutachten gehen.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Es gibt kein schlechtes Wetter]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Aber nasses Wetter - das existiert offenbar. Die Besucher der Bizauer Kilbe ließen sich dadurch nicht sonderlich stören, Andrang und Stimmung waren gut. Etwas feucht-kalt war es aber schon. Der Nachmittag sollte angeblich eh Aufhellungen bringen und im Auto war ein Platz zu wenig, also hatte ich bald genug Argumente</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/es-gibt-kein-schlechtes-wetter/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e63a</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><category><![CDATA[Bregenzerwald]]></category><category><![CDATA[Niedere]]></category><category><![CDATA[Regen]]></category><category><![CDATA[Wandern]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Sun, 06 Sep 2015 18:59:24 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Aber nasses Wetter - das existiert offenbar. Die Besucher der Bizauer Kilbe ließen sich dadurch nicht sonderlich stören, Andrang und Stimmung waren gut. Etwas feucht-kalt war es aber schon. Der Nachmittag sollte angeblich eh Aufhellungen bringen und im Auto war ein Platz zu wenig, also hatte ich bald genug Argumente um meinen ursprünglichen Vorsatz - zu Fuß nach Hause - in Angriff zu nehmen. Nach kurzer Diskussion war klar, dass ich das alleine machen würde, also war ich recht frei in der Wegwahl. Wenn ich schon dran bin, mach ich mich mal auf den Weg Richtung Hilkat und Fegg dachte ich mir.</p>
<p>In der Hilkat suche ich mir kurz einen Unterstand. Mittlerweile ist mir warm genug und ich binde mir die Softshell unter der Goretex-Jacke um. So bleibt wenigstens die halbwegs trocken. Witterungsbedingt bin ich offenbar weit und breit der einzige. Im Marktobel scheint das Wetter kurz besser zu werden, allerdings nicht lange. Auf Fegg an gelangt beschließe ich weiter Richtung Feggspitz bzw. über die Rumplat Richtung Wildmoos zu gehen, kurz danach schüttet es wieder. Aber eh schon egal denke ich mir, immerhin war mein Großvater hier mit Sicherheit öfter unterwegs - mit schlechterem Weg und schlechterer Kleidung auch bei jedem Wetter. Der Gedanke gefällt mir und so beschleunige ich meinen Schritt wieder.</p>
<p>Der Weg über die Rumplat ist besser als ich ihn in Erinnerung habe, allerdings auch nass, dreckig und schlammig. Mittlerweile ist ist ziemlich neblig geworden, erst kurz vor dem Grebenbach sehe ich zum Niederegrat hinüber. Schaut nicht mehr weit aus. Ich weiß natürlich, dass das etwas täuscht, aber lasse mich dennoch motivieren. Einer Wegmarkierung folgend komme ich zwar nicht ins Wildmoos, sondern zur Alpe Stongen. Mittlerweile hab ich trotz Regen ziemlich Durst und bin etwas enttäuscht dass der Brunnen dort kaum was hergibt. Aber egal, zur Niedere ist es nicht mehr weit und das Gasthaus wird wohl offen sein.</p>
<p>Also zweige ich von der Straße ab und wähle den direkten Weg über die Wiese Richtugn Abtstuhl. Ich komme gut voran, bin aber auch gleich mal recht nass. So lang ich das Tempo halbwegs halte aber nicht so tragisch. Immerhin finde ich noch ein paar kleine Bergkristalle - ich lasse sie wo sie sind.</p>
<p>Auf der Niedere angekommen freue ich mich über den luxuriösen Weg. Ein paar Brücken sind offenbar grad neu gemacht worden. Wieder mal scheuche ich ein paar Vögel auf, vermutlich Birkhähne. Beim Gasthaus angekommen stelle ich fest, dass ich zu spät bin. Zum Glück gibt es beim Älpele einen Brunnen, dort bin ich eh bald. Unser Haus kann ich sehen, Auto steht noch keines dort glaube ich. Wenn ich mich also beeile, bin ich vor den andern daheim. Recht zügig steige ich also über erst Schistraße, dann Fußweg ab.</p>
<p>Bevor es in Pfanners Schwende flach wird, laufe ich die letzten paar Meter noch recht zügig, auch Bremsen kostet Energie ;) - ein doch recht deutliches Stechen im rechten Knie ermahnt mich, es nicht zu übertreiben. Also jetzt doch wieder etwas gemütlicher weiter. Diesmal bin ich sogar froh über die geteerte Straße.</p>
<p>Als es im Brühl wieder aufwärts geht, hab ich ein kleines Déjà-vu. Vor einigen Jahren bin ich mit Mario von der Martinswand runtergelaufen (ich glaube nach einer Begehung des Auckenthaler-Risses), da war es so ähnlich beim kurzen Gegenanstieg beim AV-Klettergarten - ich habe das Gefühl als hätten sich grad zwei Gewichte an meine Knöchel gehängt.</p>
<p>Egal - damals wie heute ist der Weg fast zu Ende und der Tag gut genützt gewesen.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Frühmorgendlicher Wöstersattel-Besuch]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Familienurlaube erfordern ein gewisses Umdenken bei den Zeiten für sportliche Aktivitäten. Das Jugendheim in Lech ist glücklicherweise ideal gelegen - quasi gleich hinterm Haus geht es hinauf Richtung Wöstersattel, dieser sollte diesmal mein Ziel sein. Zufällig erwachte ich eh um kurz nach drei Uhr morgens, ein Blick nach draußen zeigte</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/fruehmorgendlicher-woestersattel-besuch/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e638</guid><category><![CDATA[Lech]]></category><category><![CDATA[Wandern]]></category><category><![CDATA[Wöstersattel]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Fri, 28 Aug 2015 05:32:58 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Familienurlaube erfordern ein gewisses Umdenken bei den Zeiten für sportliche Aktivitäten. Das Jugendheim in Lech ist glücklicherweise ideal gelegen - quasi gleich hinterm Haus geht es hinauf Richtung Wöstersattel, dieser sollte diesmal mein Ziel sein. Zufällig erwachte ich eh um kurz nach drei Uhr morgens, ein Blick nach draußen zeigte mir dass sogar noch etwas Mondlicht verfügbar war. Nach kurzen inneren Konflikt raffte ich mich dann doch auf und machte mich um halb 4 auf den Weg.</p>
<p>Der Mond befand sich noch ein Stück überm Horizont, irgendwo bei Roter Wand oder Pöngertlekopf - so genau konnte ich die schwarze Shilouette des Horizonts nicht zuordnen. Es war also noch recht hell, da zwei Tage vor Vollmond, auf diesen Vorteil musste ich aber bald wieder verzichten, der Weg führt entlang des Stubenbachs im Talgrund nach oben, dort war es denkbar dunkel. Auf einer Forststraße ist das aber nicht unbedingt ein Problem und auch weiter oben nach der Tälialpe ist der Weg komfortabel. Ein Fußweg zwar, aber mit reichlich Schotter (der in trockenem Zustand zum Glück recht hell ist) belegt. Und da geht es dann auch ordentlich bergauf, es dauert nicht lange, da bin ich unterhalb des Wöstersattels. Offenbar hab ich's ein wenig übertrieben mit dem Tempo, es wird auf einmal recht mühsam. Ich trinke mal ein paar Schluck und esse etwas, dann gehe ich - langsamer - weiter. Bald erreiche ich den Wegweiser bei der Abzweigung zu Wösteralpe oder Rüfikopf. Im Schein der Handy-Taschenlampe mache ich mich schlau, es ist immer noch ziemlich dunkel.</p>
<p>Ein Stück gehe ich noch weiter, denke ich mir. Zum einen will ich für den Rückweg halbwegs vernünftiges Licht habe, zum anderen ist die Türe unten eh noch zu wenn ich jetzt umdrehe. Ich folge dem noch immer gut sichtbaren Weg und erreiche bald den Sattel. Langsam sollte der Weg nach links abbiegen, denke ich mir... - dann höre ich die ersten Kuhglocken. Nach einem Zaun gehe ich zwischen den Rindern durch, die meisten lassen sich nicht sonderlich stören von dieser eigenartigen Erscheinung im Dunkeln. Ein Stück gehe ich noch weiter, dann dämmert mir langsam dass ich falsch abgebogen bin ich Richtung Wösteralpe laufe. Im Zeitalter GPS-fähiger Handys lässt sich da leicht klären - ok, offenbar war ich nicht in der Lage dem Wegweiser zu folgen. Ich gehe zurück und nehme diesmal die richtige Abzweigung. Eine Weile gehe ich noch Richtung Rüfikopf, bis ich dann so gegen halb 6 den Rückweg antrete. Ich bin ganz froh über das langsam dämmernde Tageslicht, oben ist der Weg doch recht steil. Insgesamt staune ich über die Steilheit des Weges, das hatte ich am Morgen in der Dunkelheit gar nicht so recht registriert.</p>
<p>Abwärts geht's jedenfalls leichter, um 7 Uhr bin ich wieder im Tal. Guten Morgen.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Back to the roots]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Chris Sharma zeigt sich kreativ und wird wieder zum Baumkletterer.</p>
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/-4E-rw3AP_o?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe>
<p>Ich bin dann kurz im Wald.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/back-to-the-roots/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e637</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Wed, 17 Jun 2015 04:10:39 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Chris Sharma zeigt sich kreativ und wird wieder zum Baumkletterer.</p>
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/-4E-rw3AP_o?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe>
<p>Ich bin dann kurz im Wald.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Hoch hinaus - diesmal im Garten]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Es ließ sich langsam nicht mehr abstreiten - das vom Vormieter übernommene Hochbeet war optimistisch formuliert in die Jahre gekommen. Als die schon halb kompostierten Seitenbretter schließlich auch noch einen Sturmschaden durch Kollision mit der Sandkastenabdeckung erlitten, war ein Ersatz fällig. Wir machten uns also an den Abbruch. Bretter weg</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/hoch-hinaus-diesmal-im-garten/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e636</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><category><![CDATA[Garten]]></category><category><![CDATA[Hochbeet]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Sat, 09 May 2015 09:58:19 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Es ließ sich langsam nicht mehr abstreiten - das vom Vormieter übernommene Hochbeet war optimistisch formuliert in die Jahre gekommen. Als die schon halb kompostierten Seitenbretter schließlich auch noch einen Sturmschaden durch Kollision mit der Sandkastenabdeckung erlitten, war ein Ersatz fällig. Wir machten uns also an den Abbruch. Bretter weg und ein Haufen Dreck zur Seite (zwecks Wiesenschonung und späterer Arbeitserleichterung auf eine Plane), dann war der Platz wieder frei für einen Neubau.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03304.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-280" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03304-300x200.jpg" alt="DSC03304" width="300" height="200"></a> <a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03305.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-281" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03305-300x200.jpg" alt="DSC03305" width="300" height="200"></a></p>
<p>Nachdem wir uns nun doch für einen Neubau und gegen Plastik entschieden hatten, ging es daran die Rohstofflage zu klären. Schließlich entschieden wir uns für Kanthölzer (8x12cm), es würde also was recht robustes werden. Abgelängt zu zwei Längen erhielten sie an einem Ende jeweils zwei gegenüberliegende Dübellöcher. Das war auch schon der mühsamste Teil der Arbeit - danach ging es ans zusammenstecken. In der Ecke jeweils ein Dübel und eine Schraube, die nächste Lage überlappend. Das funktionierte erfreulich gut und schnell, zumal mittlerweile einige Helfer eingetroffen waren. So konnten wir unvermutet an diesem Tag noch das Richtfest feiern.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03307.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-283" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03307-300x200.jpg" alt="DSC03307" width="300" height="200"></a> <a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03320.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-284" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03320-300x200.jpg" alt="DSC03320" width="300" height="200"></a> <a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03312.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-285" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03312-300x200.jpg" alt="DSC03312" width="300" height="200"></a></p>
<p>Das Ganze war erfreulich gut geworden, also sollte es auch eine Weile halten. Da ergab es sich gut, dass wir bei meinen Eltern gerade ein paar alte Sarnafil-Reste zu Tage gekommen waren. Mein Bruder steuerte Know-How und Sarnafil-Fön bei und so erhielt das Hochbeet seine Innenverkleidung. Unten noch ein Hasengitter mit ein paar Leisten befestigt (war beides noch gebraucht am Lager) um den Mäusen das Leben etwas schwerer zu machen, damit war das Beet fertig zur Befüllung.</p>
<p>Für die unterste Schicht war ich zunächst noch unschlüssig, zumal ich einige Angebote hatte. Hackschnitzel und verschiedene &quot;Kreashüffo&quot; - schließlich bot mir unser Nachbar noch seine Buschelabfälle an, also lauter kleine Äste. Ideal.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03327.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-286" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03327-300x200.jpg" alt="DSC03327" width="300" height="200"></a> <a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03329.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-287" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03329-300x200.jpg" alt="DSC03329" width="300" height="200"></a></p>
<p>Darauf kam ein paar Schaufeln Erde und dann die Bretter des alten Hochbeets. In ihrem schon recht zersetzten Zustand ein ideales Füllsubstrat.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03330.jpg"><img class="size-medium wp-image-288" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03330-300x200.jpg" alt="Wertvoller Rohstoff: die Reste des alten Hochbeets" width="300" height="200"></a> Wertvoller Rohstoff: die Reste des alten Hochbeets</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03335.jpg"><img class="size-medium wp-image-289" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03335-300x200.jpg" alt="Bodenbewohner" width="300" height="200"></a> Bodenbewohner</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03337.jpg"><img class="size-medium wp-image-290" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03337-300x200.jpg" alt="Holzfresser?" width="300" height="200"></a> Holzfresser?</p>
<p>Da da noch einiges an Zersetzungsarbeit zu tun ist, kommt als nächstes einiges an Kompost drauf. Der Komposthaufen (bzw. das Behältnis) ist eh in etwas desolatem Zustand und wird bei der Gelegenheit repariert. Dann wieder mal eine Lage Erde. Da es dauernd schüttet bin ich recht froh, dass wir den Haufen abgedeckt haben. Um die Durchfeuchtung des Hochbeetes muss ich mir dafür keine Sorgen machen. Wir schaufeln mal den halben Dreckhaufen rein - so langsam frag ich mich ob ich überhaupt die ganze Erde wieder unterbringe. Mit der ganzen Feuchtigkeit drin ist aber gleich mal ein ordentliches Gewicht drauf und es setzt sich eh schon.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03338.jpg"><img class="size-medium wp-image-291" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03338-300x200.jpg" alt="Die untere Erdlage, der Kompost ist bereits drunter." width="300" height="200"></a> Die untere Erdlage, der Kompost ist bereits drunter.</p>
<p>Damit steht noch die letzte Düngerlage aus - wir holen alten Rossmist. Als der drin ist noch die restliche Erde (das geht sich grad so aus) und damit wäre meine Arbeit erst mal erledigt.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03346.jpg"><img class="size-medium wp-image-292" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/DSC03346-300x200.jpg" alt="Voll." width="300" height="200"></a> Voll.</p>
<p>Zualleroberst kommt noch etwas Gartenerde und das Beet kann bepflanzt werden.</p>
<p><a href="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/20150509_115056.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-295" src="http://berge.christianpfanner.at/content/images/2015/05/20150509_115056-300x225.jpg" alt="20150509_115056" width="300" height="225"></a></p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Fast Hochberg]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Diesmal hätt ich mich fast nicht überreden lassen. Keine Zeit, nicht fit genug, grad 4 Wochen Pause, davon zwei krank... - nach einigem hin und her und nachdem das Ziel von Braunarl auf Hochberg geändert wurde, war ich dann doch dabei. Braunarlspitze war mir dann doch zu weit - und</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/fast-hochberg/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e635</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><category><![CDATA[Bregenzerwald]]></category><category><![CDATA[Hochberg]]></category><category><![CDATA[Schitour]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 09 Apr 2015 05:54:59 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Diesmal hätt ich mich fast nicht überreden lassen. Keine Zeit, nicht fit genug, grad 4 Wochen Pause, davon zwei krank... - nach einigem hin und her und nachdem das Ziel von Braunarl auf Hochberg geändert wurde, war ich dann doch dabei. Braunarlspitze war mir dann doch zu weit - und auf Grund der Lawinensituation doch etwas suspekt. Es sollte auch so reichen.</p>
<p>Neben der Zieländerung hatte ich mich auch für einen frühen Start eingesetzt, das hatte ich jetzt davon, 5 Uhr klingelte der Wecker. Das meiste hatte ich zum Glück schon am Abend hergerichtet, also schaff ich es doch um halb 6 bereit zu sein. Andreas holt mich ab, wir fahren an den Landsteg, dort laden wir die Schi aus dem Auto und gehen los. Die Schneelage ist eh nicht schlecht und gemütlich steigen wir über den Weg zur Biberacher Hütte auf. Unser Tempo ist eher langsam - für mich ist es erst die dritte Schitour diesen Winter und auch sonst war ich die letzten Monate nicht all zu fleißig. Andreas stört sich zum Glück nicht daran und so haben wir Zeit so einiges auf dem Weg zu erörtern. Gleich nach dem Zählhäuschen wechseln wir die Talseite und queren in den Talgrund. Halb drinnen werden wir von zwei etwas ambitionierteren Tourengehern überholt - wir lassen uns nicht hetzen, sind aber froh über den frühen Start. Die Flanke unter dem Rothorn wird im Lauf des Tages meist ein ungemütlicher Ort, die vielen Lawinenreste bezeugen es. Schließlich erreichen wir dann auch das Talende - hier ist ein sonniger Fleck, den wir zur Rast nutzen.</p>
<p>Bald geht es wieder weiter. Nach links folgen wir der Spur Richtung Hochberg - erfreut stellen wir fest dass nahe den Felswänden der Pulver noch recht gut ausschaut! Oben sehen wir zwar die (wie wir kurz später feststellen richtige) Aufstiegsspur nach links ziehen, entschließen uns aber geradeaus zum Joch aufzusteigen. Es steilt ordentlich auf oben, der Schnee ist nach wie vor gut und wir sind sicher die ideale Linie gewählt zu haben. Ich bin ganz froh dass Andreas die paar Meter noch spurt, es zeigt sich dass Bürosessel und Kanapee doch nicht ideale Voraussetzungen für leistungsfähige Oberschenkel darstellen. Am Joch stellen wir dann fest dass der Gipfel doch deutlich weiter hinten liegt - wir sind am Schafsjoch angelangt. Ist aber nicht so tragisch, wir steigen noch auf den Grat zur Linken und lassen es dort gut sein. Ab und zu kracht und rauscht es ordentlich aus den Rothorn-Wänden und erinnert uns, dass wir nicht all zu lange bleiben sollten.</p>
<p>Bei der Abfahrt bestätigt sich das gleich noch mal - der erste Hang zeigt nach Osten und hat somit schon einiges an Sonne abgekriegt. Der Firn hat eine ideale Tiefe, es rollen aber schon so einige recht große &quot;Schneegageln&quot; davon. Am Schafjoch wechseln wir wieder auf die dunkle Seite des Berges. In feinstem, wenn auch etwas gesetztem Pulver ziehen wir unsere Schwünge. Ein paar Absetzer brauchen wir, aber das tut dem Genuss keinen Abbruch. Schließlich queren wir wieder die Flanke unter dem Rothorn. Die Zwischenabfahrten auf den Rücken sind schon recht tief, aber noch gut zu fahren. Auch die Querungen gehen gut. Es rumpelt zwar ab und zu wieder von oben, ist aber unproblematisch. Dennoch sind wir froh als wir den letzten Hang vor der Bachquerung erreichen, es wird hier sicher nicht besser mit fortschreitender Zeit.</p>
<p>Nach dem kurzen Gegenanstieg zurück zum Weg folgen wir ebenjenem zurück ins Tal. Es geht besser als erwartet, nur ein kurzes Stück ist aper und zwingt uns die Schi zu tragen. Bis auf die zwei, die uns überholt haben, sehen wir an diesem Tag niemanden mehr - auch am Parkplatz ist unser Auto noch immer das einzige. Es war ein richtig schöner, stressfreier Vormittag in den Bergen, der beste seit langem.</p>
<p>Fitter werden sollte ich dennoch wieder ;)</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Kurzer Trainingseinschub im Dienst]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Einer leisen Vorahnung folgend, hatte ich die Felle schon in den Dienst mitgenommen - der Tag versprach ein ruhiger zu werden und so könnte ich wenigstens im Schigebiet ein wenig fellen gehen. Kaum auf dem Lift, rief auch bereits Martin an - wie denn der Schuh sei. Super, informierte ich</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/kurzer-trainingseinschub-im-dienst/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e634</guid><category><![CDATA[Bregenzerwald]]></category><category><![CDATA[Niedere]]></category><category><![CDATA[Schitour]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Sat, 21 Feb 2015 19:09:15 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Einer leisen Vorahnung folgend, hatte ich die Felle schon in den Dienst mitgenommen - der Tag versprach ein ruhiger zu werden und so könnte ich wenigstens im Schigebiet ein wenig fellen gehen. Kaum auf dem Lift, rief auch bereits Martin an - wie denn der Schuh sei. Super, informierte ich ihn und vereinbarte er solle ihn anpassen lassen, mitnehmen und reinkommen - Treffpunkt Mittelstation. Meine Mit-Diensthabenden zeigen in Anbetracht des heute recht geringen Besucher-Andrangs Verständnis, ich schnappe mir ein Funkgerät falls dann doch was wäre und fahre ab. Etwa um 12 bin ich in der Mittelstation, als ich aufgefellt habe, kommt Martin eh schon über's Eck.</p>
<p>Wir gehen los und loben uns erst mal gegenseitig für die gute Entscheidung beim Schuhkauf. Die Schistraße ist nicht all zu anspruchsvoll zu gehen und so erörtern wir das eine oder andere was in unseren Firmen so läuft. Im Älpele haben wir dann das Wesentlichste geklärt, nach einer kurzen Pause halten wir Richtung Baumgarten. Am Grat wird's noch mal recht windig - sehen tun wir auch nicht mehr viel und so lassen wir's dann bei der Bezauer Bergstation gut sein. Ein kurzer Einkehrschwung bei Leo zum Abschluss, dann gehe ich wieder zurück zum Rotkreuz-Stützpunkt. Martin fährt ins Tal - ich erst etwas später bei der Schlussfahrt. Die Dienstzeit war jedenfalls gut genützt.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Frühsport]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Der frühe Vogel sieht nicht viel - zumindest nicht wenn er die Stirnlampe zu Hause lässt. Motiviert, die frühen Morgenstunden für eine kleine Tour zu nutzen, gehe ich um 5 Uhr beim Liftparkplatz in Andelsbuch weg. Ohne Licht, wie bereits angedeutet, aber immerhin hat es ein paar Sterne. Ich entschließe</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/fruehsport/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e633</guid><category><![CDATA[Bregenzerwald]]></category><category><![CDATA[Niedere]]></category><category><![CDATA[Schitour]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 19 Feb 2015 19:57:10 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Der frühe Vogel sieht nicht viel - zumindest nicht wenn er die Stirnlampe zu Hause lässt. Motiviert, die frühen Morgenstunden für eine kleine Tour zu nutzen, gehe ich um 5 Uhr beim Liftparkplatz in Andelsbuch weg. Ohne Licht, wie bereits angedeutet, aber immerhin hat es ein paar Sterne. Ich entschließe mich dennoch über Laubgehr aufzusteigen, es wird eh eine kurze Tour werden, da wählt man gern mal eine landschaftlich etwas reizvollere Variante. Nach der Hütte geht es durch den Wald... - es ist echt ziemlich dunkel, ich taste mich mehr vorwärts als dass ich den Weg wirklich sehen würde.</p>
<p>Bald erreiche ich aber wieder die Lichtung, die Richtung Kohlplatz hinaufzieht. Nach oben sehe ich eine Unmenge an Sternen, es ist völlig still, sehr idyllisch das Ganze. Ich stelle bald fest, dass die gute Sichtbarkeit der Sterne mit einer eher schlechten Bodensicht korreliert. Erst wenn die Schispitzen sich in den Schnee graben merke ich dass wieder ein Buckel kommt. Ich komme mir vor wie ein kurzsichtiger Eisbär, als ich versuch die Spur nach Gefühl anzulegen. Es klappt eh einigermaßen, bald erreiche ich den Wald vor dem Kohlplatz.</p>
<p>Hier brauch ich eine andere Taktik - die Spur im Wald ist zum Glück etwas weniger gefroren und so kämpfe ich mich mehr oder weniger dem Weg entlang bis zum Kohlplatz durch. Diesen quere ich und halte mich dann nach links - ich bin ein bißchen zu hoch und schon beim Graben vor der Hell-Alpe, denke mir aber es müsst durch den Wald ebensogut gehen. Den Weg meine ich ein wenig unter mir zu erahnen und gedenke dorthin abzusteigen sobald es gut geht. Wenn nur die Sache mit der Sicht nicht wäre... - der Weg ist wohl doch weiter unten, so vermute ich. Oder weiter oben, ganz sicher bin ich mir nicht. Bevor ich in den Graben unten gerate, quere ich noch ein wenig weiter, denke ich mir. Allmählich wird es etwas steil, sehen tu ich immer noch nichts, aber ich meine den gesuchten Weg etwas über mir zu erahnen. Vielleicht. Aber egal, im Zweifelsfall eher nach oben. Der Weg war es wieder nicht, es wird immer steiler - immerhin ahne ich langsam, wo ich überhaupt bin. Noch ein paar Spitzkehren und ich komm auf dem Rücken vor der Oberen Schwende endlich aus dem Wald raus.</p>
<p>Damit lass ich es gut sein für heute - Felle runter, ein paar Schwünge im Tiefschnee, dann quere ich zurück zur Schistraße, in der Dunkelheit sagt mir die Schwende-Abfahrt jetzt nicht so recht zu. Dafür werde ich vom Äschach weg noch mit einer super-griffigen Piste belohnt. Kurz vor 7 bin ich wieder daheim - gerade richtig für Dusche, Frühstück und dann ins Büro.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gunten - oder doch nicht]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Sodann, ich hatte einen neuen Schuh und der wollte ausprobiert werden. <img class="irc_mi alignnone" src="http://www.lasportiva.com/uploads/pics/Spectre_lato_88E_copia_07.jpg" alt="" width="61" height="61">Der erste Vorschlag (Rätikon) war mir doch etwas zu ambitioniert und so steuerten wir nach einigem hin und her den Guntenkopf über das Mellental an. So war der Plan. Mit etwas Verspätung holten Andi und ich Schnatte ab, wir</p>]]></description><link>https://berge.christianpfanner.at/gunten-oder-doch-nicht/</link><guid isPermaLink="false">5cdbe9a46a00712e7934e632</guid><category><![CDATA[Allgemein]]></category><dc:creator><![CDATA[Christian Pfanner]]></dc:creator><pubDate>Sat, 14 Feb 2015 15:22:25 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: markdown--><!--kg-card-begin: markdown--><p>Sodann, ich hatte einen neuen Schuh und der wollte ausprobiert werden. <img class="irc_mi alignnone" src="http://www.lasportiva.com/uploads/pics/Spectre_lato_88E_copia_07.jpg" alt="" width="61" height="61">Der erste Vorschlag (Rätikon) war mir doch etwas zu ambitioniert und so steuerten wir nach einigem hin und her den Guntenkopf über das Mellental an. So war der Plan. Mit etwas Verspätung holten Andi und ich Schnatte ab, wir parkten in der Nähe des Steinbruchs und machten uns auf den Weg.</p>
<p>Irgendwann mussten wir über den Bach, so viel war klar... - die zweite Brücke nehmen wir. Umgehend stellen wir fest: wir sind zu früh dran. Im Wald führt aber offensichtlich ein Weg dem Bach entlang, also gehn wir weiter. Leider stoßen wir bald auf einen Zaun - hier gibt es eine abgezäunte Wildfütterung. Wir weichen ins Bachbett aus und trotz ein wenig widriger Vegetation kommen wir gut dran vorbei. Jetzt sollte es aber passen - wir steigen bei den Hütten auf, finden bald eine Spur und folgen dieser. Als diese einem Weg in den Wald folgt, sind wir guter Dinge. Wenig später grundsätzlich auch noch - die Steilheit des Geländes lässt aber langsam Zweifel an der Wegwahl aufkommen. Es wird recht reizvoll - vermurtes Gelände, da ein Baum, dort ein Graben und alles miteinander deutlich steiler als wir uns das grundsätzlich gedacht hätten. Ausgefeilte Spitzkehrentechnik ist jedenfalls von Vorteil, nach ein paar interessanten technischen Manövern erreichen wir eine Hütte - von hier gibt es wieder eine Straße, immerhin.</p>
<p>Entlang der Straße kommen wir dann schließlich doch auf die Waldalpe - das wär auch einfacher gegangen, aber der Erlebnisfaktor war eh nicht schlecht. Schnatte folgt dem Weg nach links - Andi und ich wählen die direkte Variante nach oben. Es geht nur kurz durch den Wald, dann wieder über offene Wiesen bis wir wieder den Weg erreichen. Diesem folgend geht es quer hinüber zur Köbelealpe, die wir links liegen lassen. Schnatte ruft mir zu ich solle warten - er hat sich ziemlich verausgabt und kehrt um. Mir geht eigentlich nicht viel anders. Allerdings ist Andreas schon recht weit vorne und so weit kann es ja nicht mehr sein. Ich lasse Andi also ziehen und steige gemütlich weiter. Ich stelle gleich mal zwei Sachen fest:</p>
<ol>
	<li>es ist doch noch ein ganzes Stück</li>
	<li>mir geht langsam der Saft aus</li>
</ol>
Bei der Spezialprüfung im steilen Wald hatte ich mich doch auch ordentlich verheizt. Im Gipfelhang trete ich die Flucht nach vorne an und wähle mit höchster Steighilfe die direkte Linie. Naja, irgendwann bin ich auch oben, Andi ist zum Glück recht geduldig. Außerdem sind wir nicht auf dem "richtigen" Guntenkopf, sondern beim Firstkreuz, aber das macht nichts. Für die zunächst angedachte Kombination mit der Hangspitze fehlt mir mittlerweile eh Kraft und Motivation, also fahren wir ab.
<p>Der obere Teil der Abfahrt ist eher ruppig - die von Wasser geformte und hart gefrorene Schneeoberfläche schüttelt uns ordentlich durch. Dafür ist eiter unten im Bereich der Waldalpe dann richtig schöner Firn. Der untere Teil durch den Wald ist wie meistens ein rechter Schmarren, danach folgt noch die Schiebestrecke durch's Mellental... - in Bezug auf die lohnende Abfahrt ist die Tour nur bedingt zu empfehlen. Dafür hatten wir unsere Ruhe und landschaftlich ist die erstaunliche Unwegsamkeit des Mellentals immer ein Erlebnis.</p>
<p>Ahja, der Schuh ist super, erstaunliche Beweglichkeit und richtig steif für die Abfahrt. Etwas schmerzhaft war die Aktion zwar, aber ohne angepassten Innenschuh war das fast zu erwarten.</p>
<!--kg-card-end: markdown--><!--kg-card-end: markdown-->]]></content:encoded></item></channel></rss>