Hoch hinaus – diesmal im Garten

Es ließ sich langsam nicht mehr abstreiten – das vom Vormieter übernommene Hochbeet war optimistisch formuliert in die Jahre gekommen. Als die schon halb kompostierten Seitenbretter schließlich auch noch einen Sturmschaden durch Kollision mit der Sandkastenabdeckung erlitten, war ein Ersatz fällig. Wir machten uns also an den Abbruch. Bretter weg und ein Haufen Dreck zur Seite (zwecks Wiesenschonung und späterer Arbeitserleichterung auf eine Plane), dann war der Platz wieder frei für einen Neubau.

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Nachdem wir uns nun doch für einen Neubau und gegen Plastik entschieden hatten, ging es daran die Rohstofflage zu klären. Schließlich entschieden wir uns für Kanthölzer (8x12cm), es würde also was recht robustes werden. Abgelängt zu zwei Längen erhielten sie an einem Ende jeweils zwei gegenüberliegende Dübellöcher. Das war auch schon der mühsamste Teil der Arbeit – danach ging es ans zusammenstecken. In der Ecke jeweils ein Dübel und eine Schraube, die nächste Lage überlappend. Das funktionierte erfreulich gut und schnell, zumal mittlerweile einige Helfer eingetroffen waren. So konnten wir unvermutet an diesem Tag noch das Richtfest feiern.

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Das Ganze war erfreulich gut geworden, also sollte es auch eine Weile halten. Da ergab es sich gut, dass wir bei meinen Eltern gerade ein paar alte Sarnafil-Reste zu Tage gekommen waren. Mein Bruder steuerte Know-How und Sarnafil-Fön bei und so erhielt das Hochbeet seine Innenverkleidung. Unten noch ein Hasengitter mit ein paar Leisten befestigt (war beides noch gebraucht am Lager) um den Mäusen das Leben etwas schwerer zu machen, damit war das Beet fertig zur Befüllung.

Für die unterste Schicht war ich zunächst noch unschlüssig, zumal ich einige Angebote hatte. Hackschnitzel und verschiedene „Kreashüffo“ – schließlich bot mir unser Nachbar noch seine Buschelabfälle an, also lauter kleine Äste. Ideal.

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Darauf kam ein paar Schaufeln Erde und dann die Bretter des alten Hochbeets. In ihrem schon recht zersetzten Zustand ein ideales Füllsubstrat.

Wertvoller Rohstoff: die Reste des alten Hochbeets

Wertvoller Rohstoff: die Reste des alten Hochbeets

Bodenbewohner

Bodenbewohner

Holzfresser?

Holzfresser?

Da da noch einiges an Zersetzungsarbeit zu tun ist, kommt als nächstes einiges an Kompost drauf. Der Komposthaufen (bzw. das Behältnis) ist eh in etwas desolatem Zustand und wird bei der Gelegenheit repariert. Dann wieder mal eine Lage Erde. Da es dauernd schüttet bin ich recht froh, dass wir den Haufen abgedeckt haben. Um die Durchfeuchtung des Hochbeetes muss ich mir dafür keine Sorgen machen. Wir schaufeln mal den halben Dreckhaufen rein – so langsam frag ich mich ob ich überhaupt die ganze Erde wieder unterbringe. Mit der ganzen Feuchtigkeit drin ist aber gleich mal ein ordentliches Gewicht drauf und es setzt sich eh schon.

Die untere Erdlage, der Kompost ist bereits drunter.

Die untere Erdlage, der Kompost ist bereits drunter.

Damit steht noch die letzte Düngerlage aus – wir holen alten Rossmist. Als der drin ist noch die restliche Erde (das geht sich grad so aus) und damit wäre meine Arbeit erst mal erledigt.

Voll.

Voll.

Zualleroberst kommt noch etwas Gartenerde und das Beet kann bepflanzt werden.

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2 Comments

  1. schaffa, schaffa hochbeet buua. genial – gibts wie beim christbom loba auch für ex-Ländlar an Schnaps??

  2. Seas Mario – klara Fall. Hab mittlerweile ja bereits zwei innerfamiliäre Lieferanten. Us Wäldar sicht blibscht wellwag a Ländlar: Rheintal, Inntal – so gnau neamor das nüd 😉

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