Mal wieder auf’s Bike – Schnellvorsäß

Der Schnee ist schon fast weg, die Temperaturen noch etwas frisch – dennoch ein guter Zeitpunkt die Bikesaison mal anzugehen. Einigermaßen warm eingepackt geht es Richtung Reuthe. Etwas windig, was die Sache recht kalt und anstrengend macht, bevor es überhaupt losgeht. Ich huste ein wenig vor mit hin und frag mich, ob die Idee schon so gut war. Mit der Stimme der Vernunft hab ich aber umgehen gelernt (in diesem Fall wurde sie eh von der der Faulheit vorgeschickt) und so fahre ich erst mal weiter. Bei der Abzweigung auf den Forstweg stellt sich das Ganze auch schon wesentlich freundlicher dar – Jacke weg, kleinster Gang rein (ist ja die erste richtige Ausfahrt heuer) und dann geht’s so allmählich den Weg hinauf. Ich bin alleine, das Wetter perfekt, ich freue mich richtig.

Der Weg ist das Ziel denke ich mir und fahre eben so schnell es gut geht und nehme mir vor, erst ganz oben mal einen Zeitcheck zu machen. Optional wäre noch die Fahrt auf die Kobelalpe vorgesehen, das hängt aber von Zeit und Schnee ab und insgeheim hab ich das Thema wohl eh schon abgehakt. Es geht stetig dahin – ein paar Muskeln melden zwar leichten Protest an, wir einigen uns aber gütlich und so läuft es recht gut bis zum Schnellvorsäß. Überrascht stelle ich fest, dass ich grad mal gut anderthalb Stunden unterwegs bin. Besser als gedacht. Immer wieder frischt der Wind auf, dazwischen ist die Temperatur aber angenehm.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter über Alpe Rohr und dann rund um die Weißfluh Richtung Bregenzer Hütte. Jetzt hat’s auch immer wieder Schnee – aber eh weniger als befürchtet. Die Abfahrt zur Kobelalpe schenk ich mir, es wird einfach zu spät. Die Kälte und das wohl doch für mich eher noch zügige Tempo zollt auch ihren Tribut, meine Wagen krampfen teilweise schon leicht. Nach der Bregenzer Hütte hat’s dann noch ein paar mal Schnee – zum Fahren grad nicht hart genug, zumindest nicht für mein Gewicht. Nach dem Wald ist dann schneefrei. In der ersten Kurve halte ich noch mal an und tausche die Handschuhe. Es wird zwar etwas gewöhnungsbedürftig eng am Lenker, aber dafür spüre ich meine Finger noch.

Bald bin ich in Schwarzenberg – den Heimweg wähle ich über Bersbuch, es reicht für heute auch so.

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