Regeneragtionstour an Silvester: Hählekopf – Niedere

Unverhofft hat es doch noch eine Silvesterschitour gegeben – auch wenn mein Bruder sich erst etwas spät gemolden hat und es nach längerem hin und her dann bereits etwa 11:30 bis wir im Vorsäß See in Bizau starteten. Mit dabei Jürgen, Pius und ich. Jürgen noch eher schwach auf der Lunge und ich hatte auch grad 2 Tage das Bett gehütet. Aber für eine kleine Tour geht’s schon.

Das Ganze beginnt mal mit Schi tragen, die warmen Tage haben dem südseitigen Anstieg etwas zugesetzt. Soll aber kein Problem sein, wir fahren auf der anderen Seite ab. Nach kurzer Zeit finden wir Schnee und können den Weg auf Schi fortsetzen. So weit so gut – bald darauf allerdings verpassen wir den Wechsel auf die Lichtung der Seefluhalpe und folgen dem den Hang querenden Weg. Das funktioniert soweit ganz gut, nach einer halben Stunde allerdings dämmert uns, dass wir langsam mal Höhe machen sollten. Schnee hat’s eh schon wieder kaum, also wieder Schi tragen und rauf durch den Wald. Den dort bald erscheinenden Felsriegen können wir durch eine Rinne überwinden und sind dann am Sattel oberhalb der Seefluhalpe. War etwas anstrengender als geplant, aber gut.

Auf Schi geht es weiter – es stollt auch gleich mal kräftig. Es ist aber nicht mehr weit bis zum Grat, Pius sprintet schon mal voraus, wir kommen nach so gut die Lungen das machen. Am Grat machen wir eine kurze Pause, dann gehen wir weiter zum Gipfel. Aus die Ausgesetztheit zum Gipfel hin reagiert man unterschiedlich. Pius schenkt sich die letzten paar Meter, Jürgen fellt dafür bis zum Gipfel. Wir schau’n in das erste Tobel hinunter und beschließen noch auf den nächsten Gratbuckel weiterzulaufen.

Zuerst aber müssten wir mal vom Hähle runter. Kurz vor dem Gipfel führt eine Rinne rechts runter. Sehr schmal, also wieder mal Schi tragen.

Es geht ansonsten recht passabel, wir queren leider etwas zu früh zurück zum Grat, weiter unten hätten wir fellen können. Nach einem kurzen anregenden Gratstück stehen wir an der Wanne Richtung Alpe Stongen. Oben noch etwas abgeblasen, unten dann aber feinster Pulver, so gehört sich das.

Lange Pause gibt es keine, wir sollten auf die Niedere bevor es dunkel wird. Eine grandiose Abendstimmung belohnt unser spätes Unterwegssein, als wir oben sind ist die Sonne untergegangen. Die Talabfahrt gestaltet sich eh noch recht passabel, oben ein paar Tiefschneeschwünge, unten eher dreckig… – immerhin ist das letzte flache Stück eisig genug dass der Schwung bis zur Talstation reicht. 17:30 – der Nachmittag war gut genützt.

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