Radtour Finnland: wie, wo, wann

Die Entscheidung, einen Teil meiner Reise nach Rovaniemi mit dem Rad anzutreten, stand schon länger fest. Mittlerweile war ich nicht mehr alleine: Petra und Daniela wollten mitfahren. Zum Glück, zu dritt sah ich das Ganze gleich noch zuversichtlicher. Abreisetag war der 18. August, die Flüge gebucht, soweit alles klar. Für Nachahmer gleich mal die wichtigsten Fakten:

Fahrradtransport

ist bei den meisten Fluggesellschaften möglich, muss aber als Sportausrüstung deklariert werden. Die Kosten lagen in unserm Fall (Ryanair) bei 30 Euro pro Flug.

Karten

Finnland hat ein ausgesprochen gutes Radwegnetz unterteilt in nationale und lokale Routen. Es liegt in der Natur der Sache, dass auf den langen Strecken zwischen den Dörfern nicht immer ein separater Radweg existiert, aber wenn man sich an die etwas kleineren Straßen hält, ist ohnehin kaum Verkehr. Es gibt Outdoorkarten von Finnland erhältlich unter http://landkarten.finnland-shop.de/, die recht gut stimmen.

Fahrradtyp

die langen Distanzen sprechen natürlich für ein Rennrad, das mit Sicherheit auch öfters Vorteile bringt. Immer wieder aber laufen die Wege auf unpräparierten Straßen und man müsste auf sehr schöne Strecken verzichten – empfehlenswert ist also zumindest ein Treckingrad oder ein Mountainbike. All zu viele Gänge werden dennoch nicht benötigt, Steigungen sind zwar häufig aber stets recht flach und nicht all zu lange.

Verpflegung und Unterkunft

Vorsicht! Die Wege sind weit in Finnland und nicht jedes eingezeichnete Dorf besitz auch ein Gasthaus oder gar einen Supermarkt – bei weitem nicht. Also zumindest die Endpunkte der Tagesetappen gut planen. Die Outdoorkarte ist hier ein gute Hilfe (Hotels, Motels etc sind eingezeichnet), Vorsicht aber bei den Jugendherbergen – zumindest die in Kemi existiert nicht mehr. Wir haben jeweils erst im Ort ein Hotel gesucht und sind damit gut gefahren, allerdings waren wir auch nach der Hauptsaison unterwegs (die geht bis Mitte August). Das hatte auch zur Folge dass manche der Raststätten bereits geschlossen hatten. Also besser vorher informieren.
Die Unterkünfte sind durch die Bank sehr ordentlich und sauber, auch wenn die Gebäude teilweise von außen einen eher seltsamen Ausdruck machten. Campingplätze gibt es auch einige, auch sehr schön, größtenteils auch mit Bungalows. Während unserer zweiten Nacht in Finnland hat es allerdings immerhin auf 0 Grad abgekühlt, ist also gut zu überlegen.

Orientierung

ist ein interessantes Thema – auf den großen Straßen kann man nicht viel falsch machen, in den größeren Orten sind auch die Radwege angeschrieben. Wer eine etwas individuellere Wegwahl bevorzugt ist allerdings mit einem Kompass gut beraten. All zu sehr übertreiben sollte man es trotzdem nicht, Finnlands Wälder sind recht groß. Die Einheimischen aber – wenn man wie wir das Glück hat dass am Ende der Straße welche sind – sind aber sehr hilfsbereit und können auch recht oft Englisch.

Bekleidung

wir hatten Glück – es war warm. Regen ist aber jederzeit möglich und speziell in den Morgenstunden können die Temperaturen recht frisch sein. Wasserdichte Überbekleidung sowie Ärmlinge und Beinlinge sind auf alle Fälle eine gute Idee.

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